2014/02/01

Identify the Essential. Eliminate the Rest.



Minimalismus. Wie geht das eigentlich?


Um sich eine zeitlose, minimalistische Garderobe zuzulegen muss man eigentlich nur 3 kleine Regeln beherzigen.

1. Kenne deinen Stil 
2. Kenne deinen Körper.
3. Qualität > Quantität.

Die erste Regel ist vielleicht leichter gesagt als getan. Denn wenn ich allein in die letzten 5 Jahre meines Lebens zurückschaue, so sehe ich doch mehr Stiländerungen, als mir lieb sind. Natürlich bin ich noch furchtbar jung und 5 Jahre sind in meinem Alter noch eine riesige Zeitspanne. Welcher Mensch hat mit 15 schon seinen wahren Stil gefunden? Man experimentiert, man sucht sich Idole und eifert nach, doch nach und nach kristallisiert sich etwas heraus, von dem man sagen kann: So fühl ich mich wohl, das bin ich.



Und wenn man diesen Stil gefunden hat, dann ist das allerwichtigste (und das allerrichtigste), alles rauszuschmeißen, was nicht mehr diesem Stil entspricht. Selbst, wenn danach nur noch 5 Teile übrig bleiben. Denn jedes Mal, wenn man morgens vor der Entscheidung steht, was man anzieht, wird die Entscheidung von diesen Altlasten blockiert. Man streift mit den Augen durch die eigene Kollektion und sagt im Kopf "Nein, nee, heute nicht, nie wieder, nein, ......hmmm joa okay". 
Das kostet erstens Zeit und zweitens macht es (zumindest mich) immer wieder traurig, wie viel ungenutzt rumhängt. Dabei gibt es so viele Möglichkeiten, Sachen, welche nur noch belasten, loszuwerden.

Meine erste Anlaufstelle ist dabei immer Kleiderkreisel. Man wird das Zeug mehr oder weniger schnell los, muss nichts bezahlen und bekommt auch noch einen guten Preis. Basic-Teile gehen natürlich weniger gut als Trendteile.
Eine schnellere Variante ist die Abgabe in Sozialkaufhäusern oder bei Oxfam. Dafür bekommt man zwar kein Geld, jedoch muss man sich auch nicht mit verschwundenen Warensendungen oder schlechter Zahlungsmoral rumärgern. Vor allem Basics und ältere Sachen, bei denen ich sicher bin, dass ich für sie bloß noch Kleinstbeträge bekomme, wandern bei mir regelmäßig zu Oxfam in Göttingen. Da ich dort auch schon viele tolle Kleinigkeiten entdeckt habe (z.B. Marmor-Eierbecher für 50ct), gebe ich auch gerne etwas zurück.
Oxfam nimmt Frühlings-/Sommerkleidung erst ab Februar an, deswegen liegen bei mir noch ein paar große Tüten. Wenn man sein Zeug allerdings sofort loswerden möchte, kann man sich auch bei Sozialkaufhäusern erkundigen. Diese nehmen Kleidung meistens saisaonunabhängig entgegen. Anlaufstelle in Göttingen ist beispielsweise die "Neue Arbeit Brockensammlung", welche durch ihr Engagement Langzeitarbeitslosen den Berufseinstieg erleichtern will. So haben die Schrankleichen doch noch eine sinnvolle Verwendung.

Die schlechteste Lösung für gebrauchte Kleidung ist der Altkleidercontainer. Wer näheres darüber erfahren möchte, dem empfehle ich die ARD Reportage "Die Altkleiderlüge" (hier). 

6 Foxes:

Klee hat gesagt…

Kurzer aber dennoch anregender Beitrag. Ich werde mich auch mal in Hamburg umhören was es für Alternativen gibt ungeliebte Kleidung loszuwerden!

MlleGaviota hat gesagt…

Salut Lea, ich lese deinen Blog seit längerem und bin fasziniert was für eine klare und durchdachte Idee du von deinem Stil hast. Ich habe seit ein paar Jahren auch einen Mini-Kleiderschrank und habe vieles bei KK verkaufen können. Würde mich freuen, wenn du deinen KK Namen verrätst :)
LG Ines

Anonym hat gesagt…

Wie heißt Du bei Kleiderkreisel? :)

Neon Gold hat gesagt…

eins meiner lieblingsthemen...und immer wieder veschiebe ich das ausmisten meiner sachen haha

Eric Rausch hat gesagt…

Einen wirklich schönen Blog hast du da!
Ich würde mich sehr über einen gegen Besuch freuen, wir veranstalten zurzeit auch eine Blogvorstellung :)

Grüße Eric
http://my-stylebox.blogspot.de/

MlleGaviota hat gesagt…

Ich bin übrigens ines2505 bei Kleiderkreisel :)

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